• WIRseinAn der Uni in Kiel reicht ein Attest vom Arzt jetzt nicht mehr aus, um sich für einen Prüfungstermin zu entschuldigen. Statt dessen müssen die Studenten ihre Ärzte von der Schweigepflicht entbinden und ein Formular ausfüllen lassen, auf dem die Krankheistsymptome angegeben werden müssen. Dass dies ein tiefgreifender Eingriff in die Privatsphäre der Studenten ist, kontert die Uni mit Missbrauch. Weil es Ärzte gibt, die relativ locker Atteste ausstellen, werden per se alle Studenten zu potentiellen Schummlern deklariert. „Es sei „grundsätzlich nicht Aufgabe des Arztes“, die Entscheidung zu treffen, ob ein Rücktritt von der Prüfung gerechtfertigt sei – das entscheide die Prüfungsbehörde, heißt es in dem Formular“, so die Lübecker Nachrichten. Na klar – und demnächst gehen wir alle gar nicht mehr zum Arzt, sondern werden vor den Prüfungsausschuss zitiert. Und alle, die die Magenkrämpfe nicht gut genug rüber bringen, oder deren Teint um die Nase nicht blaß genug ist, werden geprüft! Der AStA plant bereits Protestaktionen und bereitet eine Klage vor.

Meds

„Meike Herbering“ / www.jugendfotos.de



One Response to “Krank. Im doppelten Sinne.”  

  1. 1 Anika

    oh mein gott. man fragt sich immer wieder, wie die köpfe aussehen, aus denen so krankes gedankengut kommt..


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