Gestern bin ich mal aus dem schönen Neukölln zur Uni gefahren. Nichtsahnend stieg ich am Hermannplatz noch nichtmal in die berüchtigte U8. Umso verwunderlicher, was etwa 3 Stationen später geschah: Eine alte Frau steigt ein, fettige Haare, ungepflegtes Äußeres, Kunstpelzmantel und zwei große Plastiktüten. Sie setzt sich auf den einzig freien Platz, den neben mir. Erst schielt sie auf meine Unilektüre, passender Weise Sartres Vorwort zu Franz Fanon „Die verdammten dieser Erde“ und brabbelt dann minutenlang „Messer, Messer“. Leichtes Unwohlsein besteigt mich, jemand steigt aus, sie rutscht an den Rand und eine wunderschöne Stewardess steigt ein, mit riesigem Koffer und setzt sich zwischen uns. Wenig später merke ich nur, wie auch sie von mir abrückt: Die Messer-Frau im Kunstpelz ist ausgestiegen.



One Response to “U-Bahn-Geschichten [3]”  

  1. und was schlussfolgerst Du jetzt daraus?;-)


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