• ALLTAGsein Eine junge Frau mit einem Pappbecher in der Hand und ein junger Mann mit Gitarre steigen ein. Er hockt sich auf den Boden, beginnt zu spielen, singt ein Lied. Ich verstehe nicht, höre selbst Musik. Die junge Frau geht durch den Waggon. Nur eine andere junge Frau mir gegenüber nestelt umständlich an ihrer Tasche, zückt ihr Portemonnaie. Ich schaue das Mädchen mit dem Becher an, von unten nach oben, und stutze: Das Gesicht kenne ich. Wir hatten in der elften Klasse zusammen deutsch, ich mochte ihre philosophischen Kommentare. Sie kam nicht oft, ich weiß gar nicht, ob sie die Schule beendet hat. Auch heute wechseln wir kein Wort.



3 Responses to “U-Bahn-Geschichten [2]”  

  1. 1 roman

    schräg. aber genau die hab ich neulich auch gesehen. aber ganz normal in der bahn, ohne becher.

  2. Hui. Ist ja hart.

  3. Ist nicht so lange her, da haben wir uns auch getroffen beim warten auf den Regio. Sogar ein bisschen geredet, aber sowas von ein bisschen, dass es Small-Talk zu nennen übertrieben wäre


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